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Stimmen zu Ulrich Straeter |
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Klappentext (Rückseite) zu „Sizilianische Zitronen“ von Ulrich Straeter
(Horlemann Verlag, Berlin, Oktober 2011, 12,90)
„Nur wenn ich, der Autor dieser Zeilen, mal abirre vom Thema, erfolgt sogleich eine Rüge
seitens meiner Reisebegleiterin“ heißt es an einer Stelle des vorliegenden Buchs. Halt,
Einspruch! Es sind genau jene feuilletonistischen Exkurse, jene Gedankenspaziergänge,
die Ulrich Straeters Reiseerzählungen zu etwas Besonderem machen. Straeter ist
Kosmopolit und kulturgeschichtlich ebenso bewandert wie in der Mythologie, bildenden
Kunst und natürlich der Literatur. Er belässt es nicht beim Blick auf touristische
Attraktionen und die einzigartige Schönheit Siziliens, sondern lenkt den Blick auf die
unübersehbaren Folgen von Umweltzerstörung und politischer Misswirtschaft. Eine
Ambivalenz, die selbst zum Thema wird, aber umso mehr herausfordert, „die Dinge, die
wichtig sind, festzuhalten, im Bild, im Text oder sonst wie, die Schönheit und Ästhetik von
Orten und Landschaften, von Menschen. Das, was das Leben lebenswert macht, und was
uns anstacheln sollte, für seinen Erhalt zu sorgen“. Ein Buch, das uns, wie es im schönen
Vorwort Ralf Theniors heißt, „das Fernweh ins Herz“ pflanzt: Reiseerzählungen, deren
Aufrichtigkeit und Lebensphilosophie beeindrucken.
Walter Gödden
(Prof. Dr. Walter Gödden ist Geschäftsführer der Literaturkommission des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Münster) |
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An den Ufern der Emscher agieren gute Einzeltäter, gibt es den "Poesie-Palast" des
tüchtigen Gerd Herholz, gibt es die literarischen deutsch-polnischen Aktionen des
früheren Bergmanns Herbert Somplatzki, gibt es die Nazi-Entlarvungen durch den
Bergmannssohn Ernst Schmidt, gibt es den vielgereisten guten Grantler Ulrich
Straeter – die Reihe solcher Namen wäre sehr verlängerbar und die da nun auswählen
müssen aus tausenden Angeboten, sind nicht zu beneiden.
Jürgen Lodemann zur Kulturhauptstadt 2010
in: Badische Zeitung v. 24.12.2009
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Ulrich Straeter und Jürgen Lodemann |
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Ich danke Ihnen für Ihre schöne Erinnerungs-Poesie.
(Ludwig Harig, 2009)
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Wunderbar atmosphärisch, feuilletonistisch brillant, dabei so gelassen abwägend.
(Prof. Dr. Walter Gödden, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster, 2010)
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Ulrich Straeter hat mit "Bittersüßer Aperitif" nach "Pastis unter Platanen" (ARKA) und
„Bretagne bleue" (Horlemann) sein drittes Frankreich-Buch vorgelegt. In einem weiten
Bogen von der Provence über den Midi und die Pyrenäen bis zur Gascogne führen uns
Autor und Malerin nicht nur durch südliche Breiten, sondern auch durch dreißig Jahre
Frankreich. Fast wirkt der Text, dessen Protagonisten die beiden sein könnten, wie ein
Roman. Lebensfrohe oder skurrile Menschen, Küstenstriche und bergige Landschaften,
einsame Dörfer, lebendige Marktplätze, Stimmungen und Empfindungen, Geschichte und
auch Politik, eingebettet in den europäischen Gedanken, tauchen in den einzelnen
Episoden auf. Wo Großvater und Vater des Autors noch in feldgrauer Uniform gegen den
Erzfeind kämpften, trinkt der Enkel heute entspannt seinen Aperitif in den Bistros des
befreundeten Nachbarlandes. Der Titel des Buches deutet es bereits an: oft geht es
natürlich um gutes Essen und Trinken! Und es handelte sich nicht um Frankreich, wenn
der Autor sich nicht auf die Suche nach den Französinnen machen würde: mögen sie nun
Jeanne, Marianne, Marie oder Olympe heißen ...
(Klappentext zu „Bittersüßer Aperitif“, 2006)
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Lexikoneinträge:
Westfälisches Autorenlexikon. Hrsg. von Walter Gödden und Iris Nölle-Hornkamp. Bd. 4:
1900 bis 1950. Schöningh: Paderborn 2002
medien atlas ruhr – Handbuch für Medien im Ruhrgebiet. Hrsg. KVR. Essen 2000
Kürschners deutscher Literaturkalender. Hrsg. von W. Schuder. Berlin, New York 1998
Ludwig Janssen: Literatur-Atlas NRW. Ein Adreßbuch zur Literaturszene. Köln 1992
Bibliographie Essener Autoren, Stadtbibliothek Essen 1986
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Zu: Westfälische Dichterstraßen III, Zehn Literarische Radtouren um Haus Nottbeck,
Text Ulrich Straeter, Illustrationen Ilse Straeter, herausgegeben von Walter Gödden,
Ardey Verlag Münster, 2003
Erste Rabenkrähe:
Wo der Platz?
Zweite Rabenkrähe:
Der Heide Plan.
Dritte Rabenkrähe:
Da wollen wir Haus Nottbeck nahn.
Alle:
Schön ist wüst, und wüst ist schön, wirbelt durch Nebel und Wolkenhöhn!
(Sie verschwinden).
„ ... Wir wollen Sie hier nicht überstrapazieren, aber den Anfang von Shakespeares
Macbeth nach Westfalen zu verlegen, ist schon ein kühner Streich. So ausgedacht von
Ulrich Straeter, eigentlich Reisebuchautor, gebürtig aus Dortmund, also Sternzeichen:
Westfale. Wir haben vor gut zwei Jahren, mit künstlerischer Begleitung seiner Frau, der
Malerin Ilse Straeter, ein gemeinsames Vademecum ersonnen: 10 literarische Radtouren
rund um Haus Nottbeck.
Wer suchet, der findet. Wir machten die Probe aufs Exempel. Mit dem Drahtesel bei
buchstäblichem Sauwetter. Und fanden tatsächlich Dichterhäuser, Gedenksteine,
Inschriften. Meist halb oder ganz verwittert, vermodert, in hinterletzten Ecken aufgestellt,
ohne Erklärung, Zeugnisse aus Bronze und Stein, die Wind und Wetter trotzten, aber
immerhin da waren. Alles in einem Radius von rund 25 km von Haus Nottbeck aus
gemessen. Wir haben die Geschichten, die sich um diese Memorabilia ranken, wieder
ausgegraben, nacherzählt und Ulrich Straeter hat sie, siehe oben, auch ein wenig
weiterfabuliert – in seinem phantasiegespickten und lebhaften Reisebericht, der inzwischen
zu einem kleinen Bestseller unseres Literatur-Museums Haus Nottbeck geworden ist."
Dr. Walter Gödden,
Geschäftsführer der Literaturkommission des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, 2008 |
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Presseurteile
Ulrich Straeters Reisebücher sind ein Geheimtipp, sind kleine erzählerische Raritäten im
Dschungel plakativer, grellbunter Reiseprospekte. Einfach und äußerlich unscheinbar
aufgemacht, lassen Bücher wie "Schafsnassen in Wales" oder "Pastis unter Platanen"
ihren Charme erst auf den zweiten Blick erkennen. Dann aber, nach ein paar Seiten
Lektüre, möchte man diese anmutigen Reisefeuilletons nicht mehr aus der Hand legen.
Was Straeters Bücher von der gängigen Massenware unterscheidet, ist die persönliche
Handschrift des Verfassers... So unangestrengt wie eine solche Lebenseinstellung ist auch
Straeters Sprache, die ohne Schnörkel und Verwinkelungen auskommt. Seine Prosa ist
einfach und stets zielsicher pointiert.
...Straeter ist kein naiver Reisender, der ein Maximum an Wohlergehen und Wellness im
Visier hat. Den Autor interessieren die sozialen Umstände und das, was in "Volkes Seele"
vorgeht. So hat er ein sensibles Gespür für soziale und politische Verhältnisse entwickelt.
Westfalenspiegel 02/2002.
Zu: In Irland.
Das Reisen als lustvoll mäandernde Bewegungsform, bei welcher der Zeitplan dem
Rhythmus der Entdeckungen unterworfen ist. Als Versuch, sich ganz und gar einzulassen
auf den Ort und den besonderen Augenblick.
Dr. Gernot Krämer, 'Literatur in Essen'
Ulrich Straeter hat da mit leichter Hand, beboachtungsgenau, sprachlich sicher und
prägnant einen flüssig lesbaren, oft humorvollen Reisebericht geschrieben. Das kann sich
sehen lassen.
Rainer Wochele, Schriftstellerhaus Stuttgart. Zu: Zwischen Wind und Wetter.
Ulrich Straeter versteht es, Unscheinbarkeiten zum Mittelpunkt werden zu lassen, im
Bewusstsein der Zuhörer oder Leser seiner Gedichte Platz für ganz neue Eindrücke des
Altbekannten zu schaffen.
Katharina Rüth. WAZ/NRZ, Essen, 15.03.1996.
Wenn Ästhetisches im Kern kulturelle Bildung menschlicher Sinnlichkeit ist, dann geht
es in dem vorliegenden Buch um Ästhetik - auch auf der Ebene schottischen
Alltagslebens ... Mit einem Wort: die Kraft sinnlich-konkreten Erzählens bringt uns ein
anderes Land, bringt uns einem anderen Land näher.
Das Buch ist mehr als ein Reisebericht.
Karl Taefler. Vorwort zu: Schottland schaurig schön.
(K)ein Buch für Touris, sondern ein Reiseerleben, wie in unserer heutigen Urlaubs-Fun-
Gesellschaft höchst selten: Reise als Lebensform. Da ist jemand immer wieder einfach
glücklich, weil unterwegs. Unterwegs in der Landschaft ...
Es gefällt, wie sich Straeters kritische Reflektionen ständig mischen mit der Nähe des
Reisens.
Arnold Leifert. In: Westfalenspiegel. 4/2001/02. Zu: Bretagne bleue – Reiseerzählungen.
Am Quai von Le Conquet grassierts von Liebespaaren. Sie grüßen, küssen sich und
sagen sich adieu: Adieu du schönes Land, adieu Bretagne bleue! Sie werden nach der
Nacht recht bald von hinnen fahren.
Aus: Ludwig Harig: Zwei alexandrinische Sonette.
Zu: Bretagne bleue.
Leckere ‚literarische Schweinereien‘ wurden geboten, indem der Autor die Meeresaustern
wörtlich und silbenmäßig so auseinandernahm, dass man das Eiweiß fast auf der Zunge
fühlte. Sozusagen eine literarische Vorspeise. Es folgten neben der 'An(n)a, die gram(m)
ist', humorvoll-ernste Ausflüge in die U-Bahn und in die Kneipe: ein Autor, der alles lesen
(und verarbeiten) muss, was irgendwo – und sei es die Werbung – geschrieben steht.
Wir wünschen uns mehr davon.
Aus einer Rezension zur Aufführung von "Jux & Sax" im Theater Satiricon Essen am
7. Sept. 2001 (zusammen mit der Saxophon-Mafia Köln und der mexikanischen Tänzerin
Florencia Sandoval).
Da haben sich zwei einen Traum erfüllt: unterwegs sein, frei sein, sich selbst und Wales
erfahren. Fast zwei Monate lang waren die Essener Ulrich und Ilse Straeter, der Autor
und die Malerin, mit Fahrrad und Zelt auf Reisen, schrieben auf und zeichneten, was sie
sahen, hörten, erlebten, empfanden. Die Leser sind hautnah dabei, egal ob eine Bäuerin
den beiden einen Schnellkurs in Walisisch erteilt, ob sie auf einem harmlosen
Abendspaziergang über Wiesen und Weiden plötzlich von Stieren verfolgt werden oder auf
der Suche nach dem nächsten Leuchtturmmotiv für die Malerin aus dem Stand achtzig
Kilometer weit radeln – nur mit einer halben Flasche Rotwein und einer Apfelsine als
Wegzehrung.
Angela Ulbrich. In: NDR-Reisezeit/Büchertisch, 23.10.1993. Zu: Schafsnasen |
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Ulrich Straeter zu sich selbst
Auf mein Schreiben trifft zu, was der große Kollege Peter Maiwald einmal folgendermaßen
formuliert hat (und was ich zitieren darf):
"Ich schreibe ein Gedicht, komme also an meine Grenzen, lauter persönliche Schlagbäume,
private Zöllner, eingefleischte Zensoren, intime Wächterhäuschen und individuelle
Drahtverhaue. Mein Gedicht will Schmuggelwaren, Konterbande, Spion und Agent sein, aber
ich will, wie jeder Einheimische, nur zögernd Fremdes oder Unbekanntes oder mir
Ungünstiges an mich heran- oder aus mir herauslassen. Da setzt sich mein Gedicht mit
einem Satz, mit einem Wort, mit einer Silbe, mit einem Laut über mich hinweg."
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